Schutzkonzept Besondere Wohnform für chronisch mehrfach geschädigte Alkoholiker Neubrandenburg

 

 

 

 

 

1. Einleitung

 

 

 

Ältere Personen und Menschen mit Behinderungen gehören oftmals aufgrund ihres Alters und des Vorliegens von Vorerkrankungen zu dem Personenkreis mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einer COVID-19-Erkrankung.

 

 

 

Außerdem besteht bei Auftreten einer COVID-19-Erkrankung in einem Angebot der Eingliederungshilfe aufgrund der gemeinsamen räumlichen Unterbringung und/oder der Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten und z. T. nahem physischen Kontakt bei betreuenden Tätigkeiten ein erhöhtes Risiko für den Erwerb einer Infektion.

 

 

 

Daher sind umfassende Schutzkonzepte notwendig. Hierzu haben die Landesregierung in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, der Hygieneforschung, den Trägern der Einrichtungen und Angebote und Vertreter der Menschen mit Behinderungen entsprechende Maßnahmen formuliert.

 

Das von März 2020 bis zum 12. Juli 2020 grundsätzlich geltende Besuchs- und Betretungsverbot für u.a. besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen, insbesondere in der Zeit als die Ausnahmen erheblich beschränkt waren, hat sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Angehörige einer erheblichen psychischen Belastung ausgesetzt.

 

Enge Bezugspersonen und Sorgeberechtigte sind teilweise über das Wohlbefinden ihrer zu Betreuenden im Unklaren gewesen. Vor allem bei Menschen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen können durch das Fehlen regelmäßiger Besuche der Bezugspersonen und der damit einhergehenden sozialen Isolierung Krisensituationen ausgelöst werden. Dadurch können die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität gravierend eingeschränkt werden.

 

 

 

In Abwägung der unterschiedlichen Schutzbedürfnisse sind unter Einhaltung von bestimmten Voraussetzungen sowohl der Kontakt zum sozialen Umfeld einschließlich des Besuchs und des Betretens der besonderen Wohnformen wieder zugelassen.

 

 

 

Hierzu hat die Landesregierung mit der Verordnung zur Regelung von Besuchs-, Betretens- und Leistungseinschränkungen in Einrichtungen, Unterkünften, Diensten und Angeboten in den Rechtskreisen SGB IX, SGB XI und SGB XII (Pflege und Soziales Corona-VO) vom 9. Mai 2020 (GVOBl. M-V S. 242, 261) ab 15. Mai 2020 in einem ersten Schritt Lockerungen unter bestimmten Bedingungen ermöglicht.

 

 

 

Mit Artikel 1 der 2. Verordnung zur Änderung der Pflege und Soziales Corona-VO vom 9. Juni 2020 (GVOBl. M-V S. 462) sind die nächsten Öffnungsschritte eingeleitet worden.

 

Mit Artikel 1 der Dritten Pflege und Soziales Corona VO-Änderungsverordnung vom 7. Juli 2020 (GVOBl. M-V S. 510) ist der Besuch und das Betreten der Einrichtungen, Unterkünfte und Angebote grundsätzlich unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt worden.

 

 

 

Auf der Grundlage der in der Zwischenzeit gemachten Erfahrungen und der aktuellen pandemischen Situation sind mit der Vierten Pflege und Soziales VO-Änderungsverordnung vom 18. September 2020 (GVOBl. M-V S. 874) die bisherigen Besuchs-, Betretens- und Leistungsregelungen in Einrichtungen und Angeboten in den Rechtskreisen SGB IX, SGB XI und SGB XII fortgeführt worden. Gleichzeitig ist klargestellt worden, dass die Handlungsempfehlungen durch das Sachverständigengremium Pflege und Soziales auf Grundlage eines regelmäßigen Austausches fortgeschrieben und durch Erlass des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung bekannt gegeben werden.

 

Diese Regelungen hatten berücksichtigt, dass für Mecklenburg-Vorpommern über mehrere Wochen ein geringes Infektionsgeschehen vorgelegen hat und bei den gemeldeten Fällen die Infektionsketten nachvollzogen werden konnten.

 

 

 

Diese Situation hat sich auch in Mecklenburg-Vorpommern seit Oktober 2020 geändert. Steigende Fallzahlen und damit einhergehend wieder ein Zuwachs der Fälle in der älteren Bevölkerung, einschließlich von Fällen in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe haben zu Änderungen geführt. Durch diese wird dem veränderten Infektionsgeschehen sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in den anderen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland und dem Ausland mit seinen Folgen für Menschen in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe Rechnung getragen.

 

 

 

Es muss den Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Leistungsträgern und Leistungserbringern nach Auffassung des Sachverständigengremiums Pflege und Soziales außerdem klar sein, dass die entwickelten Konzepte über einen längeren Zeitraum angewendet werden müssen.

 

 

 

Es galt daher, ein praxisnahes Konzept zu entwickeln, das einerseits einen angemessenen Schutz der Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitenden, weiteren in den Einrichtungen und Angeboten tätigen Kräften sowie der Angehörigen bietet und gleichzeitig Besuche, soziale Kontakte, Tagesstrukturierung und Leistungserbringung an den dafür vorgesehenen Orten wieder zulässt.

 

 

 

Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:

 

1. Eintrag des Erregers minimieren

 

2. Folgen eines möglichen Eintrags reduzieren

 

3. Nachverfolgbarkeit der Kontakte maximieren

 

 

 

2. Allgemeine Hinweise

 

 

 

Die besondere Situation in Betreuungsangeboten der Eingliederungshilfe erfordert den Einsatz von Strategien für die Prävention, des Auftretens und der Weiterverbreitung einer COVID-19-Erkrankung innerhalb eines Angebotes sowie nach außen.

 

 

 

Horizontale Maßnahmen vermindern die Infektions- und Kolonisationsrisiken durch ein großes Erregerspektrum (also nicht nur COVID-19). Dafür werden bei allen Bewohnerinnen und Bewohner standardisierte Arbeitsabläufe umgesetzt. Dazu gehören:

 

·         Standard- bzw. Basishygiene (z. B. Händehygiene, richtiger Einsatz von Schutz-handschuhen und –bekleidung, routinemäßige Reinigung und Desinfektion der Umgebung der Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Nutzerinnen und Nutzer),

 

 

 

Hierzu liegen teilweise bereits über einen langen Zeitraum erprobte Grundsätze und Hinweise u. a. des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) vor, die in der Corona-Pandemie ebenfalls ihre Gültigkeit haben.

 

 

 

Dazu zählen:

 

- Hygienegrundsätze in Pflege- und Betreuungseinrichtungen in M-V

 

https://www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/Krankenhaushygiene_Allgemeine_Hygiene/Infor-mationsmaterial-und-Formulare/

 

- Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen (in der jeweils aktuellen Fassung)

 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Pflege/Dokumente.html

 

- Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) vom 8. April 2020, Prävention hat oberste Priorität – das Management von COVID-19-Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen

 

https://www.krankenhaushygiene.de/informationen/764

 

- Erfahrungen der Leistungserbringer mit externen Besuchspersonen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen unter Berücksichtigung der Mitwirkung und der

 

Selbstbestimmung von Bewohnerinnen und Bewohner bzw. der Betreuten.

 

 

 

Vertikale Maßnahmen vermindern die Infektions- und Kolonisationsrisiken durch einen spezifischen Krankheitserreger.

 

Hierzu zählen:

 

·         Isolierung von Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer, die mit dem Krankheitserreger infiziert sind,

 

·         Identifizierung von Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzern, die mit dem Erreger infiziert sind,

 

·         Screening-basierte Infektionsprävention (Testungen, Kontrollabstriche).

 

 

 

Im Fall des Auftretens einer Infektion bzw. des Verdachtes einer Infektion mit dem Corona-Virus ist den Erfordernissen der § 6 Absatz 1 Nr. 1 Buchstabe t IfSG und § 7 Absatz 1 Satz 1 Nr. 44a IfSG Rechnung zu tragen.

 

 

 

3. 1. Zu schützende Zielgruppen

 

 

 

Es sind folgende Zielgruppen mit ihrem jeweiligen Schutzbedürfnis zu beachten:

 

·         Bewohnerinnen und Bewohner,

 

·         Mitarbeitende (als Angestellte der besonderen Wohnform bzw. dort tätige Auszubildende und Studierende)

 

·         weitere Betretende wie:

 

Personen der Gefahrenabwehr und der Rechtspflege

 

ehrenamtlich Tätige

 

Ärzte, Rettungskräfte, Therapeuten, Seelsorger u.ä.

 

Personen, die notwendige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs durchführen (zum Beispiel Reinigung, Reparaturen, Warenanlieferung)

 

·         Besuchspersonen (Angehörige, Freunde, enge Bekannte)

 

 

 

3.2. Testungen auf SARS-CoV-2

 

 

 

3.2.1 Testungen von symptomatischen Personen

 

PCR-Tests werden von Gesundheitsämtern, Arztpraxen und Testzentren durchgeführt. Laut der nationalen Teststrategie SARS-CoV-2 gilt die Anwendung eines PCR-Tests zur sicheren Abklärung auf das Vorliegen einer COVID-19 Erkrankung in folgenden Fällen:

 

- symptomatische Personen

 

- asymptomatische Personen (mit Kriterien der Exposition und Disposition)

 

- bei Neuaufnahmen in Einrichtungen /Angebote

 

- Kontaktpersonen (wie in der Testverordnung unter § 2 Absatz 2 beschrieben)

 

·         bei bestätigter SARS-CoV-2 Infektion in Gemeinschaftseinrichtungen

 

·         bei bestätigter SARS-CoV-2 Infektion in Krankenhäusern, Rehabilitationsein-
richtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen für
ambulante Operationen, Dialysezentren, ambulante Pflege, Arztpraxen,
Zahnarztpraxen, andere medizinische Heilberufe nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nr. 9
IfSG

 

- positiver PoC-Test zur Bestätigung der Infektion.

 

 

 

Entsprechend den Empfehlungen des RKI zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19 RKI ist der Verdacht auf COVID-19 begründet, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

 

·         Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19

 

·         Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer

 

medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises

 

 

 

Bei diesen Personen sollte eine diagnostische Abklärung erfolgen.

 

Eine frühe Erkennung von Erkrankten zum Schutz vulnerabler Personengruppen hat oberste Priorität.

 

Die Testungen erfolgen durch die behandelnden Hausärzte im Rahmen der Krankenbehandlung.

 

Die getesteten Personen mit Symptomen reduzieren bis zum Zugang eines negativen Testergebnisses private und berufliche Kontakte.

 

Sollte dem behandelnden Hausarzt die Abstrichentnahme nicht möglich sein, können über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 weitere Ärzte benannt werden.

 

 

 

3.2.2 Testungen bei einem nachgewiesenen Fall in einem Angebot der Eingliederungshilfe (Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Nutzerinnen und Nutzer und/oder Personal)

 

 

 

Bei einem nachgewiesenen Fall in einem Angebot der Eingliederungshilfe übernimmt das Gesundheitsamt zusammen mit der besonderen Wohnform die weitere Koordination.

 

Wenn sich aus den Ermittlungen Anhaltspunkte für mögliche Übertragungssituationen während der infektiösen Phase ergeben, wird neben der Absonderung zeitnah eine erste Testung der definierten Bewohnergruppe sowie des zugehörigen Personals und der engen Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt koordiniert. In Abhängigkeit der Ergebnisse werden weitere Testungen vorgenommen bis es keinen Anhalt mehr für ein andauerndes Infektionsgeschehen gibt.

 

 

 

3.2.3 Testungen von asymptomatischen Personen

 

 

 

Für die Testung von asymptomatischen Personen gilt die am 15. Oktober 2020 in Kraft getretenen Coronavirus-Testverordnung.

 

 

 

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Sachverständigengremium Pflege und Soziales ein Rahmentestkonzept für die stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege sowie für die Betreuungsangebote in der Eingliederungshilfe vorgelegt.

 

 

 

Wir haben auf dieser Grundlage unser Testkonzept erarbeitet und sind dem Rahmentestkonzept M-V durch Beitrittserklärung gegenüber dem ÖDG beitreten.

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass das Rahmentestkonzept M-V lediglich die Obergrenze der durchzuführenden Tests in Abhängigkeit zur jeweiligen Stufe des Infektionsgeschehens vorsieht.

 

Es begründet keinen direkten Anspruch der benannten Personengruppen auf Testung. Das tatsächliche Angebot liegt im Ermessen der Einrichtungs- bzw. Angebotsleitung und orientiert sich am Infektionsgeschehen in der jeweiligen Region sowie an den personellen und zeitlichen Kapazitäten.

 

 

 

 

 

 

 

4. Besuch und Betreten der besonderen Wohnform

 

 

 

Der Besuch und das Betreten der besonderen Wohnformen sind auch für Personen, für die die besondere Wohnform nicht der Wohn- oder Arbeitsort ist, grundsätzlich erlaubt.

 

 

 

Dies gilt nicht, soweit in der besonderen Wohnform ein aktives Corona-Virus SARS-CoV-2-Infektions-geschehen besteht. (vgl. § 11 Absatz 1 i.V.m. 3 Absatz 1 i. V. m. § 1 Absatz 1 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

4.1. Einschränkungen:

 

 

 

Ab einer Zahl von 35 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der jeweiligen kreisfreien Stadt (hier: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) nach den auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (https://www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/InfektionsschutzPraevention/Daten-Corona-Pandemie) veröffentlichten Daten (7-Tage-Inzidenz) dürfen höchstens zwei Besuchspersonen je Bewohnerin oder je Bewohner gleichzeitig die besondere Wohnform betreten. Dabei sind Besuchspersonen nicht dauerhaft festzulegen.

 

 

 

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 darf höchstens eine Besucherin oder ein Besucher je Bewohner oder Bewohnerin, der oder die dauerhaft für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen festzulegen ist, die besondere Wohnform betreten.

 

 

 

Das Betreten der Besuchsperson ist nur zulässig, wenn das Ergebnis einer vor Ort durchgeführten Testung (Poc-Antigen-Test) auf das Coronavirus SARS-CoV-2 negativ ist oder der Nachweis eines negativen Testergebnisses eines am selben Tag durchgeführten PoC-Antigen-Tests oder der Nachweis des negativen Testergebnisses einer nicht länger als 72 Stunden zurückliegenden molekularbiologischen Testung (PCR-Test) beigebracht wird.

 

Ein zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmter Test (handelsüblicher Selbsttest) und das hiermit im Zusammenhang stehende Testergebnis genügt nicht.

 

 

 

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 beträgt die Anzahl der wöchentlichen Besuchstage für die festgelegte Besuchsperson nicht mehr als drei. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 150 beträgt die Anzahl der wöchentlichen Besuchstage für die festgelegte Besuchsperson nicht mehr als einen. Im Übrigen gelten die gleichen Regelungen für den Besuch bei einer 7-Tage-Inzidenz ab 50.

 

 

 

Die o.a. genannten Einschränkungen gelten entsprechend, wenn die jeweils genannte 7-Tage-Inzidenz landesweit überschritten wird, auch wenn die 7-Tage-Inzidenz in den einzelnen Landkreisen oder kreisfreien Städten unterschritten wird.

 

 

 

Diese Einschränkungen bleiben in Kraft bis die dort genannte 7-Tage-Inzidenz für mindestens sieben Tage dauerhaft unterschritten worden ist. (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 4 Absatz 7 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Wenn ein Besuch nach den vorherigen Ausführungen nicht möglich ist, werden Besuche, bei denen eine Infektionsmöglichkeit ausgeschlossen ist (z.B. Besuche am geschlossenen Fenster, Besuch im Außenbereich mit Außenbereich und mit mindestens medizinsicher Mund-Nasen-Schutz) für eine feste Besuchsperson zugelassen (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 4 Absatz 6 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

 

 

Die genannten Einschränkungen umfassen grundsätzlich nicht das Betreten zu anderen Zwecken als den Besuch (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 4 Absatz 8 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

Unabhängig von der jeweiligen epidemiologischen Situation werden Besuche ermöglicht, wenn der Gesundheitszustand der betreuten Person keinen Aufschub duldet (insbesondere im Rahmen von Sterbebegleitung) (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 4 Absatz 8 Nummer 4 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

 

 

Personen, die Versorgungs- und Betreuungstätigkeiten in der besonderen Wohnform übernommen haben (zum Beispiel Hilfe bei der Nahrungsaufnahme der betreuten Person), werden Besuche grundsätzlich ermöglicht (vgl. § 11 Absatz 1 i.V. m. § 4 Absatz 8 Nummer 8 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Unabhängig von der jeweiligen epidemiologischen Situation ist das Betreten der besonderen Wohnform grundsätzlich auch zulässig für medizinische, therapeutische oder seelsorgerische Maßnahmen, für Hygienemaßnahmen (zum Beispiel medizinische Fußpflege) und für notwendige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs (zum Beispiel Reinigung, Reparaturen, Warenanlieferung) (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 4 Absatz 8 Nummer 2, 6, 7 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

 

 

4.2. Regelungen für den Besuch und das Betreten:

 

 

 

Es gelten in der besonderen Wohnform folgende Öffnungszeiten für Besuche:

 

 

 

                                    Montag -Freitag           14.00 Uhr -18.00 Uhr

 

                                    Samstag/Sonntag         11.00 Uhr -18.00 Uhr

 

 

 

nach vorheriger telefonischer Absprache sind Ausnahmen möglich

 

(Telefon: 0395/4256414)

 

 

 

Das Betreten der besonderen Wohnform zu anderen Zwecken als dem Besuch ist auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

 

 

 

Es wird in allen Fällen grundsätzlich eine telefonische Anmeldung zwingend erforderlich (Telefon: 0395/4256414), um eine Testung zu planen.

 

Soweit ein Betreten ausnahmsweise zur Vermeidung einer unvertretbaren Zeitverzögerung wegen eines unaufschiebbaren Grundes erfolgt, so wird dies in der Tagesanwesenheitsliste dokumentiert. Das Betreten zum Zwecke der Gefahrenabwehr setzt keine Testung voraus.

 

 

 

Die Besuchspersonen und Betretenden werden soweit möglich im Voraus bzw. vor Ort über die Regelungen informiert (Aushänge im Haus, persönliche/telefonische Gespräche). Dies schließt die Information, dass außer Handkontakten und Alltagshilfen, wie das Stützen, zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Besuchspersonen keine engen körperlichen Kontakte erfolgen sollen, ein.

 

 

 

Jede Person, die die besondere Wohnform betritt, wird vor dem ersten Betreten in den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen unterwiesen. (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 6 Absatz 1 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

Besuchspersonen und Betretende (Ausnahme Bewohnerinnen und Bewohner und Personal der besonderen Wohnform) werden zur Nachvollziehung von möglichen Infektionsketten für jeden Fall des Besuchs/Betretens der besonderen Wohnform mit Namen und Kontaktdaten erfasst. Die entsprechenden Unterlagen werden für die Dauer von vier Wochen aufbewahrt und dem zuständigen Gesundheitsamt bei einem Infektionsgeschehen auf Verlangen vollständig herausgegeben.

 

 

 

Die zu erhebenden personenbezogenen Daten werden zu keinem anderen Zweck, insbesondere nicht zu Werbezwecken, weiterverarbeitet werden. Die Informationspflicht nach Artikel 13 Datenschutz-Grundverordnung wird durch einen Aushang erfüllt.

 

Die Anwesenheitsliste wird so geführt und verwahrt, dass die personenbezogenen Daten für Dritte, insbesondere andere Besucher, nicht zugänglich sind. Wenn sie nicht vom Gesundheitsamt angefordert wird, wird die Anwesenheitsliste unverzüglich nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 6 Absatz 4 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

 

 

Jede Person, die die besondere Wohnform betritt, hat zu bestätigen, dass bei ihr keine mit COVID19 vereinbaren Symptome vorliegen und sie keine Kontaktperson oder ansteckungsverdächtig für Corona-Virus-SARS-CoV-2 ist. (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 6 Absatz 2 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

 

 

Zur Dokumentation der zu erfassenden Daten wird der Bogen aus Anlage 1 verwendet.

 

 

 

Für Besuchspersonen und Betretende der besonderen Wohnform besteht grundsätzlich die Pflicht, Mund und Nase vollständig und für die gesamte Dauer ihres Aufenthaltes zu bedecken. Hierfür ist ein medizinischer MNS oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) zu verwenden.

 

Bei körpernahen Tätigkeiten haben das Personal, Besuchspersonen sowie jeder Betretende im Sinne des § 4 Absatz 8 Nummer 2 bis 8 mindestens eine FFP2-Maske zu tragen.

 

Sollte ein entsprechender Schutz von Besuchspersonen oder Betretenden nicht mitgebracht werden, so wird er gegen eine Schutzgebühr zur Verfügung gestellt.

 

Besuchspersonen, die aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigungen oder wegen ihrer Behinderung keinen medizinischen MNS tragen können, sind von dieser Verpflichtung innerhalb der besonderen Wohnform befreit. (vgl. § 16 Absatz 3 Pflege und Soziales Corona-VO). Eine entsprechende amtsärztliche Bestätigung ist vorzulegen.

 

 

 

Sowohl die Gebäude als auch die Freiflächen können grundsätzlich zum Besuch genutzt werden. (vgl. § 11 Absatz 1 i. v. m. § 6 Absatz 5 Nr.1 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

Laufwege sollen so kurz wie möglich gestaltet werden: nach Möglichkeit soll nach dem Betreten und beim Verlassen der besonderen Wohnform ein direkter Weg zum/vom Besuchsort bzw. Ort der Dienstleistungserbringung erfolgen.

 

 

 

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 hat der Besuch grundsätzlich im Besucherzimmer im Erdgeschoss zu erfolgen, nach jedem Besuch das Zimmer desinfiziert und stoßweise gelüftet. Eine Ausnahme von der Pflicht zur Nutzung eines Besuchszimmers ist aus Gründen einer unzureichenden Mobilität der Bewohnerin oder des Bewohners zulässig. Der Besuch im Einzelzimmer ist möglich, soweit der Besuch durch Personal der besonderen Wohnform auf dem kürzesten Weg zum jeweiligen Einzelzimmer geleitet wird.

 

 

 

5. Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner

 

 

 

Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für das Personal wird täglich eine Symptomkontrolle durchgeführt und das Ergebnis dokumentiert (Symptomtagebuch) (vgl. §   11 Absatz 1 i. V. m. § 6 Absatz 3 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Gruppenaktivitäten innerhalb der Gebäude der besonderen Wohnform mit Angehörigen oder sonstigen Dritten sind ausgeschlossen.

 

 

 

Interne Gruppenaktivitäten in der besonderen Wohnform sind bei regelmäßigem Lüften der Räume auf die gleichen Nutzerinnen und Nutzer beschränkt. (vgl. § 11 Absatz 2 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Bei neu aufgetretenen, mit COVID19 vereinbaren Symptomen erfolgt unverzüglich eine Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 (vgl. § 11 Absatz 1 i. V. m. § 5 Absatz 4 Pflege und Soziales Corona-VO)

 

 

 

Die Besuchs- und Betretensregelungen sind nicht mit freiheitsentziehenden Maßnahmen verbunden und ein Verlassen der besonderen Wohnform, beispielsweise für Spaziergänge allein oder mit anderen, ist grundsätzlich möglich (vgl. § 11 Absatz 1 i. v. m. § 6 Absatz 5 Nummer 3 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Für Besuchspersonen, Betretende und Personal der besonderen Wohnform besteht grundsätzlich die Pflicht, Mund und Nase vollständig und für die gesamte Dauer ihres Aufenthaltes zu bedecken. Hierfür ist ein medizinischer MNS oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) zu verwenden. Bei körpernahen Tätigkeiten trägt das Personal mindestens eine FFP2- Maske.

 

 

 

Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der besonderen Wohnform müssen einen medizinischer MNS oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) tragen, wenn sie sich innerhalb der öffentlichen Räume und Verkehrsflächen aufhalten.

 

 

 

Soweit eine Isolationsmaßnahme nach Rückkehr des Bewohners bzw. der Bewohnerin zur Minimierung eines potentiellen Viruseintrages insbesondere aufgrund einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz oder zur Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 unerlässlich ist, wird die Dauer der Isolationsmaßnahme möglichst gering gehalten und in der Regel zehn Tage nicht überschreiten. Die Dauer der Isolation wird nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten durch Testungen verkürzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden innerhalb von fünf Tagen nach Rückkehr das erste Mal getestet (PoC-Antigen-Test). Wenn beide Tests negativ ausfallen, endet die Isolation (vgl. § 11 Absatz 1 i. v. m. § 6 Absatz 7 Satz 1 bis 3 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

 

 

Notwendige Arztbesuche, Einkäufe, Spaziergänge u. ä. gehören zur Alltäglichkeit, die nicht mit einer Rückkehr entsprechend der Verordnung zu vergleichen sind und somit keine Isolationsmaßnahme nach sich ziehen.

 

 

 

Von einer Isolationsmaßnahme kann unter folgenden Voraussetzungen abgesehen werden:

 

1.      das lokale Infektionsgeschehen gering ist bzw. nicht vorhanden,

 

2.      sie kommen nicht aus einem Gebiet, in dem die 7-Tage-Inzidenz überschritten wird,

 

3.      die Hygieneregeln werden eingehalten,

 

4.      die Bewohner und Bewohnerinnen sowie deren Kontaktpersonen bestätigen, dass Symptomfreiheit besteht,

 

5.      sie versichern, dass die Kontakte in der Zeit der Abwesenheit so gering wie möglich gehalten wurden und

 

6.      sie diese Kontakte für sich vermerkt haben

 

oder

 

7.      ein Absehen von Quarantänemaßnahmen ist aus anderen Gründen ausgeschlossen.

 

 

 

Die Entscheidung trifft die Leitung der besonderen Wohnform bzw. deren Vertretung

 

 

 

Die Leitung der besonderen Wohnform stellt die Einhaltung der Hygieneregeln unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes sicher.

 

 

 

Soweit der Arbeitsschutz das Absetzen der Schutzausrüstung notwendig macht, werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung getroffen (z.B. Vergrößerung des Mindestabstandes zwischen zwei Personen, intensiviertes Lüften).

 

 

 

Beschäftigte der besonderen Wohnform können den medizinischen Mund-NaseSchutz abnehmen, wenn sie sich allein in regelmäßig gelüfteten Räumlichkeiten befinden, zu denen nur das Personal Zutritt hat und die Hygienevorschriften eingehalten werden.

 

 

 

Pausen können unter Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften gemeinsam mit anderen Beschäftigten wahrgenommen werden, soweit der medizinische Mund-Nase-Schutz für die gesamte Dauer der Pause mit Ausnahme von Mahlzeiten getragen sowie die Räumlichkeit intensiv gelüftet und ein Abstand von mindestens 1,50 Meter zueinander eingehalten wird.

 

 

 

6. Gesundheitsamt

 

 

 

Das Konzept wurde dem örtlichen Gesundheitsamt beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Platanenstraße 43, 17033 Neubrandenburg zur Kenntnis gegeben.

 

 

 

7. Geltungsdauer

 

 

 

Mit der Aufhebung der rechtlichen Rahmenregelungen hinsichtlich der Corona-Pandemie erlischt die Gültigkeit des Konzepts.

 

 

 

Stand: 15.03.2021