Schutzkonzept Besondere Wohnform für chronisch mehrfach geschädigte Alkoholiker Neubrandenburg

 

 

 Schutzkonzept Besondere Wohnform für chronisch mehrfach geschädigte Suchtkranke Neubrandenburg

 

 

1. Einleitung

 

Ältere Personen und Menschen mit Behinderungen gehören oftmals aufgrund ihres Alters und des Vorliegens von Vorerkrankungen zu dem Personenkreis mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einer COVID-19-Erkrankung.

 

Außerdem besteht bei Auftreten einer COVID-19-Erkrankung in einem Angebot der Eingliederungshilfe aufgrund der gemeinsamen räumlichen Unterbringung und/oder der Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten und z. T. nahem physischen Kontakt bei betreuenden Tätigkeiten ein erhöhtes Risiko für den Erwerb einer Infektion.

 

Daher sind umfassende Schutzkonzepte notwendig. Hierzu haben die Landesregierung in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, der Hygieneforschung, den Trägern der Einrichtungen und Angebote und Vertreter der Menschen mit Behinderungen entsprechende Maßnahmen formuliert.

Das von März 2020 bis zum 12. Juli 2020 grundsätzlich geltende Besuchs- und Betretungsverbot für u.a. besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen, insbesondere in der Zeit als die Ausnahmen erheblich beschränkt waren, hat sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Angehörige einer erheblichen psychischen Belastung ausgesetzt.

Enge Bezugspersonen und Sorgeberechtigte sind teilweise über das Wohlbefinden ihrer zu Betreuenden im Unklaren gewesen. Vor allem bei Menschen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen können durch das Fehlen regelmäßiger Besuche der Bezugspersonen und der damit einhergehenden sozialen Isolierung Krisensituationen ausgelöst werden. Dadurch können die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität gravierend eingeschränkt werden.

 

In Abwägung der unterschiedlichen Schutzbedürfnisse sind unter Einhaltung von bestimmten Voraussetzungen sowohl der Kontakt zum sozialen Umfeld einschließlich des Besuchs und des Betretens der besonderen Wohnformen wieder zugelassen.

 

Hierzu hat die Landesregierung mit der Verordnung zur Regelung von Besuchs-, Betretens- und Leistungseinschränkungen in Einrichtungen, Unterkünften, Diensten und Angeboten in den Rechtskreisen SGB IX, SGB XI und SGB XII (Pflege und Soziales Corona-VO) vom 9. Mai 2020 (GVOBl. M-V S. 242, 261) ab 15. Mai 2020 in einem ersten Schritt Lockerungen unter bestimmten Bedingungen ermöglicht.

 

Mit Artikel 1 der 2. Verordnung zur Änderung der Pflege und Soziales Corona-VO vom 9. Juni 2020 (GVOBl. M-V S. 462) sind die nächsten Öffnungsschritte eingeleitet worden.

Mit Artikel 1 der Dritten Pflege und Soziales Corona VO-Änderungsverordnung vom 7. Juli 2020 (GVOBl. M-V S. 510) ist der Besuch und das Betreten der Einrichtungen, Unterkünfte und Angebote grundsätzlich unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt worden.

 

Auf der Grundlage der in der Zwischenzeit gemachten Erfahrungen und der aktuellen pandemischen Situation sind mit der Vierten Pflege und Soziales VO-Änderungsverordnung vom 18. September 2020 (GVOBl. M-V S. 874) die bisherigen Besuchs-, Betretens- und Leistungsregelungen in Einrichtungen und Angeboten in den Rechtskreisen SGB IX, SGB XI und SGB XII fortgeführt worden. Gleichzeitig ist klargestellt worden, dass die Handlungsempfehlungen durch das Sachverständigengremium Pflege und Soziales auf Grundlage eines regelmäßigen Austausches fortgeschrieben und durch Erlass des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung bekannt gegeben werden.

Diese Regelungen hatten berücksichtigt, dass für Mecklenburg-Vorpommern über mehrere Wochen ein geringes Infektionsgeschehen vorgelegen hat und bei den gemeldeten Fällen die Infektionsketten nachvollzogen werden konnten.

 

Diese Situation hatte sich auch in Mecklenburg-Vorpommern seit Oktober 2020 geändert. Steigende Fallzahlen und damit einhergehend wieder ein Zuwachs der Fälle in der älteren Bevölkerung, einschließlich von Fällen in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe haben zu Änderungen geführt. Durch diese wird dem veränderten Infektionsgeschehen sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in den anderen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland und dem Ausland mit seinen Folgen für Menschen in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe Rechnung getragen.

 

Es musste den Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen, Leistungsträgern und Leistungserbringern nach Auffassung des Sachverständigengremiums Pflege und Soziales außerdem klar sein, dass die entwickelten Konzepte über einen längeren Zeitraum angewendet werden müssen.

 

Es galt und gilt daher, ein an die jeweils aktuell geltenden Regelungen angepasstes praxisnahes Konzept zu entwickeln und fortzuentwickeln, das einerseits einen angemessenen Schutz der Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitenden, weiteren in den Einrichtungen und Angeboten tätigen Kräften sowie der Angehörigen bietet und gleichzeitig Besuche, soziale Kontakte, Tagesstrukturierung und Leistungserbringung an den dafür vorgesehenen Orten wieder zulässt.

 

Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:

1. Eintrag des Erregers minimieren

2. Folgen eines möglichen Eintrags reduzieren

3. Nachverfolgbarkeit der Kontakte maximieren

 

Nachdem die Erkrankungszahlen ab Mai 2021 stark sanken, waren wieder weitere weitreichende Erleichterungen möglich.

 

Seit September/Oktober 2021 kam es jedoch wieder zu einem Anstieg der Fallzahlen.

 

Das Robert-Koch-Institut hat anhand der der neueren Entwicklungen in der Pandemie seine Hinweise zur Testung auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 am 22.09.2021 aktualisiert.

 

Im Rahmen der Prävention und des Managements von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen ist es nach deren Einschätzung sinnvoll, Personal und Heimbewohner ohne Beschwerden periodisch hinsichtlich SARS-CoV-2 zu testen, um prä-/asymptomatisch infizierte Personen zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen.

 

Geimpfte Personen weisen häufiger weniger asymptomatische Verläufe auf als ungeimpfte Personen. Schutzkonzepte in besonders vulnerablen Bereichen müssen dies berücksichtigen und behalten, unabhängig vom Impfstatus, eine wichtige Bedeutung.

 

Aufgrund der Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen (Ende des pandemischen Status auf Bundesebene mit Ablauf des 20.03.2022) war eine weitere Überarbeitung des Hygienekonzeptes notwendig.

 

Mit dem Auslaufen der Feststellung der konkreten Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage gemäß § 6 Absatz 1 Sätze 2 und 3 Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommern (Corona-LVO M-V) aufgrund der Entscheidung des Landtag in seiner Sitzung am 25.04.2022, lief die bestehende Feststellung am 27. April 2022 aus.

 

Damit entfielen zahlreiche allgemeine Regelungen zur Masken - und Testpflichten.

 

Für besonders vulnerable Gruppen, u.a. in Angeboten der Eingliederungshilfe gelten jedoch weiterhin bestimmte Schutzvorschriften (z.B. Maskenpflicht für Personal und Besucher, Testpflichten für Personal (abhängig vom Impf- und Genesenenstatus zweimal wöchentlich bis täglich), Testpflicht für ungeimpfte/nicht als genesen geltende Besucher).

 

2. Allgemeine Hinweise

 

Die besondere Situation in Betreuungsangeboten der Eingliederungshilfe erfordert den Einsatz von Strategien für die Prävention, des Auftretens und der Weiterverbreitung einer COVID-19-Erkrankung innerhalb eines Angebotes sowie nach außen.

 

Horizontale Maßnahmen vermindern die Infektions- und Kolonisationsrisiken durch ein großes Erregerspektrum (also nicht nur COVID-19). Dafür werden bei allen Bewohnerinnen und Bewohner standardisierte Arbeitsabläufe umgesetzt. Dazu gehören:

·         Standard- bzw. Basishygiene (z. B. Händehygiene, richtiger Einsatz von Schutz-handschuhen und –bekleidung, routinemäßige Reinigung und Desinfektion der Umgebung der Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Nutzerinnen und Nutzer),

 

Hierzu liegen teilweise bereits über einen langen Zeitraum erprobte Grundsätze und Hinweise u. a. des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) vor, die in der Corona-Pandemie ebenfalls ihre Gültigkeit haben.

 

Dazu zählen:

- Hygienegrundsätze in Pflege- und Betreuungseinrichtungen in M-V

https://www.lagus.mv-regierung.de/Gesundheit/Krankenhaushygiene_Allgemeine_Hygiene/Infor-mationsmaterial-und-Formulare/

- Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen (in der jeweils aktuellen Fassung)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Pflege/Dokumente.html

- Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) vom 8. April 2020, Prävention hat oberste Priorität – das Management von COVID-19-Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen

https://www.krankenhaushygiene.de/informationen/764

- Erfahrungen der Leistungserbringer mit externen Besuchspersonen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen unter Berücksichtigung der Mitwirkung und der

Selbstbestimmung von Bewohnerinnen und Bewohner bzw. der Betreuten.

 

Vertikale Maßnahmen vermindern die Infektions- und Kolonisationsrisiken durch einen spezifischen Krankheitserreger.

Hierzu zählen:

·         Isolierung von Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer, die mit dem Krankheitserreger infiziert sind,

·         Identifizierung von Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzern, die mit dem Erreger infiziert sind,

·         Screening-basierte Infektionsprävention (Testungen, Kontrollabstriche).

 

Im Fall des Auftretens einer Infektion bzw. des Verdachtes einer Infektion mit dem Corona-Virus ist den Erfordernissen der § 6 Absatz 1 Nr. 1 Buchstabe t IfSG und § 7 Absatz 1 Satz 1 Nr. 44a IfSG Rechnung zu tragen.

 

3. 1. Zu schützende Zielgruppen

 

Es sind folgende Zielgruppen mit ihrem jeweiligen Schutzbedürfnis zu beachten:

·         Bewohnerinnen und Bewohner,

·         Mitarbeitende (als Angestellte der besonderen Wohnform bzw. dort tätige Auszubildende und Studierende)

·         weitere Betretende wie:

Personen der Gefahrenabwehr und der Rechtspflege

ehrenamtlich Tätige

Ärzte, Rettungskräfte, Therapeuten, Seelsorger u.ä.

Personen, die notwendige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs durchführen (zum Beispiel Reinigung, Reparaturen, Warenanlieferung)

·         Besuchspersonen (Angehörige, Freunde, enge Bekannte)

 

3.2. Testungen auf SARS-CoV-2

 

3.2.1 Testungen von symptomatischen Personen

PCR-Tests werden von Gesundheitsämtern, Arztpraxen und Testzentren durchgeführt. Laut der nationalen Teststrategie SARS-CoV-2 gilt die Anwendung eines PCR-Tests zur sicheren Abklärung auf das Vorliegen einer COVID-19 Erkrankung in folgenden Fällen:

- symptomatische Personen

- asymptomatische Personen (mit Kriterien der Exposition und Disposition)

- bei Neuaufnahmen in Einrichtungen /Angebote

- Kontaktpersonen (wie in der Testverordnung unter § 2 Absatz 2 beschrieben)

·         bei bestätigter SARS-CoV-2 Infektion in Gemeinschaftseinrichtungen

·         bei bestätigter SARS-CoV-2 Infektion in Krankenhäusern, Rehabilitationsein-
richtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Einrichtungen für
ambulante Operationen, Dialysezentren, ambulante Pflege, Arztpraxen,
Zahnarztpraxen, andere medizinische Heilberufe nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nr. 9
IfSG

- positiver PoC-Antigen-Test zur Bestätigung der Infektion.

 

Entsprechend den Empfehlungen des RKI zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19 RKI ist der Verdacht auf COVID-19 begründet, wenn bei Personen mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

·         Personen mit jeglichen mit COVID-19 vereinbaren Symptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19

·         Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer

medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises

 

Bei diesen Personen sollte eine diagnostische Abklärung erfolgen.

 

Eine frühe Erkennung von Erkrankten zum Schutz vulnerabler Personengruppen hat oberste Priorität.

 

Die Testungen erfolgen durch die behandelnden Hausärzte im Rahmen der Krankenbehandlung.

 

Die getesteten Personen mit Symptomen reduzieren bis zum Zugang eines negativen Testergebnisses private und berufliche Kontakte.

 

Sollte dem behandelnden Hausarzt die Abstrichentnahme nicht möglich sein, können über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 weitere Ärzte benannt werden.

 

 

3.2.2 Testungen bei einem nachgewiesenen Fall in einem Angebot der Eingliederungshilfe (Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Nutzerinnen und Nutzer und/oder Personal)

 

Bei einem nachgewiesenen Fall in einem Angebot der Eingliederungshilfe übernimmt das Gesundheitsamt zusammen mit der besonderen Wohnform die weitere Koordination.

Wenn sich aus den Ermittlungen Anhaltspunkte für mögliche Übertragungssituationen während der infektiösen Phase ergeben, wird neben der Absonderung zeitnah eine erste Testung der definierten Bewohnergruppe sowie des zugehörigen Personals und der engen Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt koordiniert. In Abhängigkeit der Ergebnisse werden weitere Testungen vorgenommen bis es keinen Anhalt mehr für ein andauerndes Infektionsgeschehen gibt.

 

3.2.3 Testungen von asymptomatischen Personen

 

Für die Testung von asymptomatischen Personen gilt die Coronavirus-Testverordnung in der jeweils aktuellen Fassung in Verbindung mit der Pflege und Soziales Corona-VO MV.

 

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Sachverständigengremium Pflege und Soziales ein Rahmentestkonzept für die stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege sowie für die Betreuungsangebote in der Eingliederungshilfe vorgelegt.

 

Wir haben auf dieser Grundlage unser Testkonzept erarbeitet und sind dem Rahmentestkonzept M-V durch Beitrittserklärung gegenüber dem ÖDG beitreten.

 

Bitte beachten Sie, dass das Rahmentestkonzept M-V lediglich die Obergrenze der durchzuführenden Tests in Abhängigkeit zur jeweiligen Stufe des Infektionsgeschehens vorsieht.

 

Es begründet keinen direkten Anspruch der benannten Personengruppen auf Testung. Das tatsächliche Angebot liegt im Ermessen der Leitung der besonderen Wohnform und orientiert sich am Infektionsgeschehen in der jeweiligen Region sowie an den personellen und zeitlichen Kapazitäten.

 

4. Besuch und Betreten der besonderen Wohnform

 

Der Besuch und das Betreten der besonderen Wohnformen sind auch für Personen, für die die besondere Wohnform nicht der Wohn- oder Arbeitsort ist, grundsätzlich erlaubt (vgl. 3 Absatz 1 i. V. m. § 1 Nummer 5 Pflege und Soziales Corona-VO).

 

Ein Besuch ist unter Berücksichtigung der Empfehlungen des RKI zu Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen auch bei einem aktiven Coronavirus SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen in der Besonderen Wohnform möglich.

 

 

 

 

4.1. Einschränkungen:

 

Ausgeschlossen ist ein Besuch, wenn der Bewohner/die Bewohnerin mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert und deshalb entsprechend den bundes- und landesgesetzlichen Regelungen in Isolation ist oder als enge Kontaktperson, zum Beispiel als Mitbewohner/Mitbewohnerin im Doppelzimmer, gilt. Dies gilt mindestens sieben Tage ab Feststellung der Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Grundlage für die Aufhebung: ein dann negatives Ergebnisses einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und 48 Stunden Symptomfreiheit) und längstens zehn Tage ab Feststellung der Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und unabhängig von einem negativen Testergebnis.

 

Der sozialen Isolation der infizierten Bewohner/Bewohnerinnen oder engen Kontaktpersonen nach den obigen Regelungen wird dabei entgegengewirkt. Es werden alternative Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten, z.B. am Besuch am Fenster und Videotelefonate, angeboten.

 

Das Betreten der besuchenden und aufsuchenden Personen, die nicht geimpft oder genesen im Sinne der Corona LVO M-V sind, ist nur zulässig, wenn das Ergebnis einer vor Ort durchgeführten Testung (PoC-Antigen-Test) auf das Coronavirus SARS-CoV-2 negativ ist oder der Nachweis eines Testergebnisses eines nicht älter als 24 Stunden negativen PoC-Antigen-Tests oder der Nachweis des negativen Testergebnisses eines nicht länger als 48 Stunden zurückliegenden Nukleinsäurenachweises (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beigebracht wird.

 

Ein Antigen-Test zur Eigenanwendung durch Laien und das hiermit im Zusammenhang stehende Testergebnis genügt den Anforderungen nicht.

 

Besuchende und aufsuchende Personen sind dabei gehalten, einen den o.a. Aufforderungen genügenden Test vorrangig in den hierfür eingerichteten Teststellen (z.B. Testzentren, Apotheken) vornehmen zu lassen.

 

Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres sind von dem Testerfordernis befreit.

 

Soweit ein Betreten ausnahmsweise zur Vermeidung einer unvertretbaren Zeitverzögerung wegen eines unaufschiebbaren Grundes ohne Testung erfolgt, so soll dies in der Tagesanwesenheitsliste dokumentiert werden. Das Betreten zum Zwecke der Gefahrenabwehr setzt keine Testung voraus.

 

Es wird zu folgenden Zeiten eine Testmöglichkeit durch die besondere Wohnform angeboten:

 

                                    Montag -Freitag           14.00 Uhr -18.00 Uhr

                                    Samstag/Sonntag       11.00 Uhr -18.00 Uhr

 

nach vorheriger telefonischer Absprache (Telefon: 0395/4256414)

 

Testungen außerhalb des Zeitfensters sind nach Absprache im Einzelfall möglich.

 

Das Ergebnis des PoC-Antigen-Tests wird dem Getesteten umgehend mitgeteilt und erläutert. Auf Wunsch erfolgt eine schriftliche Dokumentation.

 

Es gelten weiterhin die allgemeinen Regelungen der Corona-LVO in der jeweils aktuellen Fassung unter Beachtung der Ausführungen unter Punkt 4.2. sowie die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

 

4.2. Regelungen für den Besuch und das Betreten:

 

Es gelten keine Einschränkungen der täglichen Besuchszeiten in Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Einschränkungen aus anderen Gründen, z.B. therapeutischer Art, bleiben davon unberührt.

 

Jede Person, die die besondere Wohnform betritt, wird vor dem ersten Betreten in den notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen unterwiesen.

 

Das Betreten der Besonderen Wohnform ist nur zulässig, wenn keine mit COVID19 vereinbaren Symptome vorliegen, keine Infektion vorliegt und kein Ansteckungsverdacht für das Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

 

Für besuchenden und aufsuchenden Personen und das Personal der besonderen Wohnform besteht grundsätzlich die Pflicht, Mund und Nase vollständig und für die gesamte Dauer des Aufenthaltes zu bedecken.

 

Hierfür ist ein medizinischer MNS oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) zu verwenden.

 

Bei körpernahen Tätigkeiten haben das Personal und Besuchspersonen mindestens eine FFP2-Maske zu tragen (§ 5 Absatz 1 Satz 2 Pflege und Soziales Corona- VO MV)

 

Für Besuchspersonen besteht (außer bei körpernahen Tätigkeiten) die Pflicht zum Tragen eines medizinischen MNS oder einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) nur dann, wenn sie sich innerhalb der öffentlichen Gemeinschaftsräume und Verkehrsflächen der besonderen Wohnform aufhalten.

 

Besuchspersonen, die aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigungen oder wegen ihrer Behinderung keinen medizinischen MNS oder eine Atemschutzmaske tragen können und dies durch eine amtsärztliche Bescheinigung nachweisen können, sind von dieser Verpflichtung innerhalb der besonderen Wohnform befreit. (vgl. § 5 Absatz 3 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Kinder bis zur Vollendung des sechste Lebensjahres sind von der Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2 beziehungsweise FFP3-Maske befreit. (vgl. § 5 Absatz 1 Satz 3 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Das Personal kann den Mund-Nasen-Schutz oder die partikelfiltrierende Halbmaske abnehmen, wenn es sich allein in regelmäßig gelüfteten Räumlichkeiten befindet, zu denen nur das Personal Zutritt hat und die Hygienevorschriften eingehalten werden.

 

Sowohl die Gebäude als auch die Freiflächen können zum Besuch genutzt werden.(vgl. § 3  Absatz 2 Pflege und Soziales Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

5. Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner

 

Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für das Personal wird täglich eine Symptomkontrolle durchgeführt. Das Auftreten von mit COVID-19 vereinbaren Symptomen wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust ist zu dokumentieren (Symptomtagebuch).

 

Bei neu aufgetretenen, mit COVID19 vereinbaren Symptomen erfolgt unverzüglich eine Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2.

 

Angebotsinterne Gruppenaktivitäten einschließlich der Mahlzeiten sind bei regelmäßigem Lüften der Räume möglich.

 

Gruppenaktivitäten innerhalb der Gebäude der besonderen Wohnform mit Angehörigen oder sonstigen Dritten sind unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes möglich.

 

Für besuchenden und aufsuchenden Personen und das Personal der besonderen Wohnform besteht grundsätzlich die Pflicht, Mund und Nase vollständig und für die gesamte Dauer des Aufenthaltes zu bedecken.

 

Hierfür ist ein medizinischer MNS oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) zu verwenden.

Bei körpernahen Tätigkeiten haben das Personal und Besuchspersonen mindestens eine FFP2-Maske zu tragen (§ 5 Absatz 1 Satz 2 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Für Besuchspersonen besteht die Pflicht zum Tragen eines medizinischen MNS oder einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP2- oder FFP3-Maske) nur dann, wenn sie sich innerhalb der öffentlichen Gemeinschaftsräume und Verkehrsflächen der besonderen Wohnform aufhalten.

 

Besuchspersonen, die aufgrund medizinischer oder psychischer Beeinträchtigungen oder wegen ihrer Behinderung keinen medizinischen MNS oder eine Atemschutzmaske tragen können und dies durch eine amtsärztliche Bescheinigung nachweisen können, sind von dieser Verpflichtung innerhalb der besonderen Wohnform befreit. (vgl. § 5 Absatz 3 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Kinder bis zur Vollendung des sechste Lebensjahres sind von der Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2 beziehungsweise FFP3-Maske befreit. (vgl. § 5 Absatz 1 Satz 3 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Das Personal kann den Mund-Nasen-Schutz oder die partikelfiltrierende Halbmaske abnehmen, wenn es sich allein in regelmäßig gelüfteten Räumlichkeiten befindet, zu denen nur das Personal Zutritt hat und die Hygienevorschriften eingehalten werden.

 

Soweit das Tragen der Schutzausrüstung nicht für die gesamte Dauer sichergestellt werden kann oder muss, sind geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung zu treffen. Mögliche Maßnahmen sind die Vergrößerung des Mindestabstandes, die Verkleinerung von Gruppen sowie intensiviertes Lüften.

 

Die Besuchs- und Betretensregelungen sind nicht mit freiheitsentziehenden Maßnahmen verbunden und ein Verlassen der besonderen Wohnform, beispielsweise für Spaziergänge allein oder mit anderen, ist möglich, soweit es nicht aus anderen Gründen ausgeschlossen ist (vgl. § 3 Absatz 5 Pflege und Soziales Corona- VO MV).

 

Die Leitung der besonderen Wohnform stellt die Einhaltung der Hygieneregeln unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes sicher.

 

Soweit der Arbeitsschutz das Absetzen der Schutzausrüstung notwendig macht, werden geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung getroffen (z.B. Vergrößerung des Mindestabstandes zwischen zwei Personen, intensiviertes Lüften).

 

Beschäftigte der besonderen Wohnform können den medizinischen Mund-Nase-Schutz abnehmen, wenn sie sich allein in regelmäßig gelüfteten Räumlichkeiten befinden, zu denen nur das Personal Zutritt hat und die Hygienevorschriften eingehalten werden.

 

Pausen können unter Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften gemeinsam mit anderen Beschäftigten wahrgenommen werden, soweit der medizinische Mund-Nase-Schutz für die gesamte Dauer der Pause mit Ausnahme von Mahlzeiten getragen sowie die Räumlichkeit intensiv gelüftet und ein Abstand von mindestens 1,50 Meter zueinander eingehalten wird.

 

Die Leitung der besonderen Wohnform stellt sicher, dass das Personal im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der COVID-19-Erkrankung aufgeklärt sowie über die Möglichkeit einer Schutzimpfung informiert und beraten wird. Dabei wird auch auf die besondere Sensibilität im Hinblick auf den Umgang mit vulnerablen Gruppen eingegangen.

 

6. Gesundheitsamt

 

Das Konzept wird nach Aufforderung dem örtlichen Gesundheitsamt beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Platanenstraße 43, 17033 Neubrandenburg zur Kenntnis vorgelegt.

 

 

 

Stand: 28.04.2022